Veranstaltungen & Angebote  
Neues Seminar: Migrationssensibler Kinderschutz

Die Kooperation mit Familien mit Migrationserfahrungen bei (vermuteter) Kindeswohlgefährdung stellt die beteiligten Fachkräfte vor vielfältige spezifische Anforderungen. Waren solche besonderen Herausforderungen in der Vergangenheit eher die Ausnahme, gehören sie für viele Fachkräfte angesichts des verstärkten Zuzugs geflüchteter Familien mittlerweile zum beruflichen Alltag.

Geltende Normen zu vermitteln, über Erziehungsstile und -praktiken zu sprechen, familiale und kulturelle Werte zu erkunden und zu verstehen sowie eine gelingende Kooperation mit den beteiligten Familienmitgliedern möglich zu machen, versteht sich hier nicht „von selbst“. Sowohl das Einschätzen von Gefährdung(-srisiken) als auch von Ressourcen, protektiven Faktoren und wirkungsvollen Hilfemöglichkeiten erfordert eine bewusste und fachlich reflektierte Übersetzungsleistung.
Im November/Dezember 2017 bietet unser Institut wieder eine Fortbildung zum Thema „Migrationssensibler Kinderschutz – Rahmen, Herausforderungen, Herangehensweisen“ an. Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre sind die Plätze in diesem Seminar schnell ausgebucht, wir empfehlen daher eine zügige Anmeldung.
Zur Anmeldung können Sie sich hier den Flyer inkl. Anmeldeformular herunterladen.


Junge Geflüchtete: Gemeinsamkeiten entdecken – Identität stärken

Im Alltag der Arbeit und Begleitung minderjähriger unbegleiteter Geflüchteter erleben Fachkräfte häufig, dass es zu Konkurrenzen und Konflikten der unterschiedlichen ethnischen Gruppen kommt. Sehr schnell deuten wir solche Situationen als „ethnische Konflikte“ und meinen zu wissen, dass die eine Gruppe mit der anderen eben „nicht kann“ und kulturalisieren „verständig“ unsere Beobachtungen. Erst bei genauerem Hinsehen wird dann oft deutlich, dass es weniger um ethnische Grenzziehungen als um Konkurrenz um begrenzte Ressourcen, das Gefühl ungleicher und damit ungerechter Behandlung oder schlicht Ausdruck einer rundherum frustrierenden, als perspektivlos empfundenen Lebenssituation geht. Pädagogische Interventionen können solche Ausgangslagen nicht aufheben, sie können aber sehr wohl jeden einzelnen Jugendlichen stärken, seine Bedürfnisse und Interessen zu erkennen, diese gemeinsam mit anderen zu teilen und selbstbewusst zu vertreten. Um pädagogische Fachkräfte und Kulturmittler dabei zu unterstützen bietet unser Institut ein Fortbildungskonzept für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, das notwendige Hintergrundinformationen vermittelt, geeignete pädagogische Strategien und Methoden vorstellt und erprobt und gemeinsam mit den Fachkräften als ExpertInnen ihrer Praxis deren konkrete Umsetzung vor Ort in den Einrichtungen vorbereitet. Träger und Einrichtungen, die Interesse an einer solchen Fortbildung haben, sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.


Erziehung gemeinsam gestalten – ein Projekt für afrikanische Eltern

AKWAABA – Willkommen heißt unser Projekt für afrikanische Eltern im Stadtteil Mümmelmannsberg, das wir im Rahmen des Bundesprojektes „Demokratie leben“ jetzt schon im dritten Jahr durchführen. Ausgangspunkt und Anlass waren massive Kommunikations- und Verständnisprobleme zwischen den LehrerInnen der örtlichen Schulen und zahlreichen Eltern zunächst vorwiegend aus Ghana über Erziehungsziele, gegenseitige Erwartungen und notwendige Kooperation beim Schulbesuch ihrer Kinder. Unsere Mitarbeiterin Anima Denteh-Awudu, selbst aus Ghana, aber schon lange in Hamburg heimisch, bietet regelmäßig Treffen für die Eltern an, bei denen im Rahmen eines gemütlichen Frühstücks zunächst Vertrauen hergestellt und dann erfolgreich besprochen werden kann, was die Eltern bewegt und was die Schule erwartet. Gelegentlich nehmen auch Lehrkräfte der örtlichen Schulen Teil, so dass sich über den bisherigen Projektzeitraum aus anfänglicher „Verständnislosigkeit“ mittlerweile eine konstruktive und offene Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern entwickelt hat. Inzwischen nehmen auch Mütter aus anderen afrikanischen Ländern teil.
Was in diesem Projekt sonst noch alles passiert und was wir planen, können Sie den Projektbericht entnehmen.

Foto: Projekt AKWAABAFoto: Projekt AKWAABAFoto: Projekt AKWAABA


Thema. „Was macht den ´Salafismus` attraktiv für Jugendliche?“

Nach intensiver Recherche und Auseinandersetzung mit islamistischen Orientierungen (muslimischer) Jugendlicher und hilfreichen pädagogischen Haltungen und Handlungsstrategien bietet unser Institut ab sofort Vorträge und Inhouse-Seminare für pädagogische Fachkräfte in Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule an. Bitte nehmen Sie bei Interesse und Bedarf Kontakt mit uns auf.


Wir bieten
  • Praxisbezogene Fortbildung
    von MitartbeiterInnen in pädagogischen Einrichtungen, Beratungsstellen, Sozialen Diensten und Schulen

    • zur Selbstreflexion eigener kultureller Muster, der eigenen
      kulturellen Identität und dem Umgang mit Fremden und Fremdem;

    • über kulturelle Hintergründe fremder Kulturen und in
      verschiedenen sozialen Milieus;

    • zur Entwicklung interkultureller Handlungskompetenz im
      pädagogischen Alltag.

  • Kultursensible Beratung oder Supervision
    in schwierigen, komplexen Praxissituationen oder bei interkulturellen Konflikten.

  • Kultursensible Konzeptionsentwicklung
    für pädagogische Einrichtungen und Schulen mit dem Ziel einer an der spezifischen Lebenswelt der AdressatInnen ausgerichteten interkulturellen Verständigung.

  • Organisationsentwicklung und Prozessbegleitung
    bei der interkulturellen Öffnung von pädagogischen Einrichtungen und Sozialen Diensten.

    • Diversity Management
      in Ihrer Einrichtung begleiten und unterstützen

  • Forschung zu Fragen von Migration und Interkulturalität sowie Evaluation sozialpädagogischer Projekte in diesem Feld.